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8.September - 6.Oktober | Afghanistan
Wir erreichen unser Ziel Herat am 9. September nach sechs Monaten „ on the road“.
Fergy hat die 9500 Kilometer „ im 1A-Zustand überstanden“, so Ewald und der Mechaniker der Hilfsorganisation.
Der MKP hat ein wenig gelitten.
Wir „Großen“ sind reisemüde, freuen uns auf ein Monat Urlaub in
Afghanistan, und hoffen auf einen ruhigen Stellplatz.
Atreju ist gespannt auf das neue Land.
Nach zwei Wochen der Projektbesichtigung und Überlegungen, übergeben wir „unseren“
Fergy an das Baumschulprojekt der Worldvision in Qala-e-now. Der Traktor hilft nun Frucht- und Feuerholzbäume in der Gärtnerei zu ziehen. Die Setzlinge werden an die
Bevölkerung verteilet, um die umliegenden Hügel wieder zu begrünen.
„Unser“ Reiseheim dient dem
Gärtner von Qala-e-now als Haus, und bekommt hoffentlich auch
so eine schöne Kürbislaube, wie das Zelt das ihm bis
jetzt als Unterkunft diente.
Der Inhalt, Pfannen, Töpfe, Hausrat, Kleidung, Bettdecken,
Eimer, Petroleumlampe, Kinderspielzeug . . . verteilten wir,
an afghanische Familien.
Mit Fergys Spendenkonto konnten wir auch noch einer Witwe mit acht
Kindern helfen, das große Loch in der Decke des Zimmers,
indem die ganze Familie wohnt, vor dem Winter zu reparieren.
Ungeplant verbringen wir die Zeit der Wahl in Afghanistan.
Die Tage kurz davor und danach, in denen sich die
Internationalen im Land „bedeckt“ halten,
verbringen wir in Qala-e-now.
Von der Nacht vor der Wahl, nun ein kurzer Auszug, aus unserem Buch:
Zu Beginn der Nacht patrouillieren Hubschrauber über der
Stadt, der große Hund „Sak“ bewacht mit
zwei Männern das Gelände des Teamhauses, ich lege,
bevor ich zu Bett gehe, mein „fast run“ Paket,
indem sich Papiere, Geld, Wasser und eine kleine Essensration befindet,
zurecht, so das ich wirklich alles lebensnotwendige mit zwei Griffen
erreichen kann. Mit dem ersten Griff, Atreju im Bett neben mir, mit dem
zweiten Griff, meine Tasche. Kurz überlege ich, ob es sich
empfiehlt in Kleidung zu schlafen, verwerfe den Gedanken aber wieder,
es kommt mir doch übertrieben vor.
Die Nacht verläuft ruhig.
Sonntag 18. September - Wahltag
Der Wahltag beginnt für uns mit ausschlafen, spät frühstücken, rumhängen, spielen und warten
bis die Zeit vergeht.
Am Nachmittag kommt Kasim vorbei mit der Information, das draußen alles ruhig verläuft. Es sind die Menge an
Menschen unterwegs, so erzählt mir Ewald später, nachdem er sich mit Kasim unterhalten hat. Alle Afghanen
strömen zur Wahl, obwohl in allen Wahllokalen mit Anschlägen zu rechnen ist.
Einige Tage zuvor wurden sieben der insgesamt fünftausend Kandidaten des Landes ermordet, heute explodierte ein Sprengsatz in Kabul, eine Person wurde verletzt, gestern kamen drei UN Soldaten und zwei afghanische Polizisten im Westen des Landes bei einem Anschlag ums Leben.
Im Großen und Ganzen für die Wahl in Afghanistan ein ruhiger Verlauf.
In den kommenden zwei Tagen werden sich die internationalen Mitarbeiter noch „bedeckt“ halten, dann werden die Sicherheitsbestimmungen voraussichtlich gelockert. Mit den nächsten Anschlägen ist erst in drei Wochen wieder zu rechnen, dann wenn die Wahlergebnisse bekannt gegeben werden.
Bis dahin sind wir aber – Insah-allah – außer Landes.
Soviel zu den Schrecken, doch es gab auch viele schöne Erlebnisse.
Mehr darüber in unserem Buch das über
office@freekingdom.at zu bestellen, und bei allen Diavorträgen für 11 Euro pro Buch, zu erhalten ist.
Zum Abschluss und als Vorgeschmack auf das Dia-Abenteuer noch ein paar Afghanistan Bilder:
Bis zum nächsten Mal – Insha-allah -
es hat Spaß gemacht
„a schäne Zeit und losts eich net untergriergn“
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