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25. April - 9. Mai | Fergy-Garten
Schön ist am Meer, wenn wir langsam von einem Fischerhafen zum
nächsten tuckern, doch es wird auch ein wenig langweilig, nur
Entspannung ist einfach nichts für uns.
In den Gärten, rund um uns herrscht
Frühlingsstimmung, wehmütig denken wir an daheim, an
die beginnende Pflanzzeit, und vermissen unseren Garten.
So ersinnt Ewald die Idee des Fergy-Gartens um Langeweile und Wehmut
abzuhelfen, er will versuchen das Traktordach und den linken
Kotflügel zu begrünen, die Frage zu beantworten,
welche Pflanzen der Fahrgeschwindigkeit und Rüttelei
standhalten.
Ab sofort richten sich unsere Stops und Spaziergänge nach den
Mülltonnen, denn wir wollen unsere Pflanzen, den
Türken gleich, in leere Blechbehältnisse von Oliven,
Speise- und Motoröl setzen.
Die Kanister werden, zum Leidwesen meines guten Küchenmessers
aufgeschnitten und mit Erde befüllt, damit sie
Nährstoffe enthält mischt sie Ewald mit trockenem
Kuhmist.
Bald füllen sich die Kanister mit einer Rose, unbekannten
Blätterpflanzen, von denen wir hoffen, das sie einmal
blühen, Kürbis, Melanzanie, Pfefferonie, Buschbohnen
und in Kizkalesi erhalte ich eine Tomate geschenkt, diese wird zu
meiner Zimmer-Wohnwagenpflanze, die bei jedem Stop an die Sonne
gestellt wird.
Im Wohnwagen kann man sich bald nicht mehr bewegen,
überall stehen Blechkanister, wir müssen einen
Schweißer finden, damit diese draußen befestigt
werden können.
Am letzten Meereszipfel unter Ceyhan finden wir eine Werkstatt die gegen
ein geringes Endgeld und die Anbringung eines Werbeaufklebers am
Wohnwagen, die Arbeit übernimmt. Die Werkstatt hat,
was in der Türkei eine Seltenheit ist, auch das
benötigte Material lagernd.
Damit sind wir alle wieder glücklich, Ewald kann gegen die
Langeweile die Kanister mit Lack verschönern, ich habe wieder
Platz im Eigenheim und für Atreju gibt es eine
Attraktion im Fischerhafen, einen zahmen Pelikan, den wir
natürlich täglich besuchen und beobachten.
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