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5.-17. April - Türkei


5.-17. April | Türkei      Route: Cesme – Söke – Nazilli – Antalya – Alanya - Anamur
Ankunft Cesme
Am frühen Morgen des 5. Aprils erreichen wir nach 57,5 Stunden Fährfahrt den Hafen Cesme in der Türkei. Die Einreise klappt dank unseres Cane de passage, obwohl dieses für die Einfuhr von  Fahrzeuge in die Türkei nicht notwendig ist.  Ohne das Papier hätte es wohl mehr Probleme am Zoll gegeben, es ist nicht üblich einen Traktor in die Türkei einzuführen.
Sofort machen wir einen Abstecher ans Meer, bleiben einen Tag um unsere Unordnung im Wohnwagen in den Griff zu bekommen. Danach geht’s mit Schwung voran. Wir bewegen uns auf Nebenstraßen und das um vieles schneller als wir gedacht haben. Die Geschwindigkeit mit der wir voran kommen ist die positive  Überraschung, geschockt sind wir jedoch von den Preisen in der Türkei. Bei diesen Dieselpreisen rinnt fast unser gesamtes Tagesbudget in Fergys Tank. Auch ist es uns unmöglich in Lokalen zu essen, und das nicht nur in Touristenrestaurants.
Im Landesinneren, das noch ursprünglich geblieben ist, kommt es zu unserer ersten Tierbefreiung. In einem winzigen Dorf halten wir für einen Cay bei einem kleinen Krämerladen.
Frösche
Die Frau, die uns den Tee serviert spricht sehr gutes Englisch, sie hat in Ankara die Highschool besucht, ihr Mann ist aus dem kleinen Dorf. Sie fragt uns, ob wir Frösche essen.
Zeigt uns, nachdem wir die Frage verneint haben, einige Plastikkisten aus denen es quakt. Darin befinden sich je drei Kilo Frosch, eingesackt in grünen Netzen. Die Tiere werden hier gefangen und für den Export weiterverkauft. Sofort ist klar, ein Frosch erlangt die Freiheit. So fahren wir, nach vielen Fotos zu viert weiter. Atreju ist begeistert von dem Frosch, den er Heute tauft. Ein Plastikbehälter mit vielen Luftlöchern dient „Heute“ als Transportkiste, bis er zwei Tage später, in denen wir uns als Insektenjäger versuchen, sein neues Heim bezieht. Einen kleinen Teich irgendwo vor Korkuteli. Es scheint fast als wolle uns „Heute“ nicht verlassen, er zögert lange, bis er endlich von meiner Hand in das kühle Nass springt.
Schildiclo
Das zweite Tier, das für kurze Zeit unseren Wohnwagen mit uns teilt, ist die Schildkröte „Jetzt“. Auch dieser Name wurde von Atreju gewählt.
 Wir finden sie mitten in der Stadt Nazilli in einem Park, rundherum stark befahrene Straßen. „ Jetzt“  verabschiedet sich ohne viel Aufsehen an einem See, wo sich schon andere Schildkröten tummeln.
Neben-Nebenstrasse
Bei unserer Fahrt im Landesinneren versuchen wir Neben-Nebenstraßen. Dieser Ausflug lehrt uns, das zwar Fergy geländetauglich ist, jedoch nicht unser Wohnwagen. Auf den Schlagloch übersäten Pisten habe ich Angst, das die Kücheneinheit sich durch die Bodenplatte verabschiedet.
Söke TV
In Söke werden wir vor einer Tankstelle angehalten. Ein Fernsehteam interviewt uns für den Regionalsender. In Antalya ist es ein Journalistenteam der zweitgrößten türkischen Tageszeitung des „Sabah“. Nach Alanya noch mal ein Fernsehteam, diesmal wird der Bericht national ausgestrahlt. . Wir werden zu kleinen Berühmtheiten in der Türkei.

Bald sind wir wieder am Meer und entsetzt über die vielen Bettenburgen die sich hier aneinander reihen. Links und rechts der vierspurigen, stark befahrenen Durchzugsstraße scheußliche Hotelanlagen. Kein Platz für uns, so spulen wir Kilometer, nächtigen neben der Straße in der Nähe von Lokalen.
Reifenpanne
Bei der Abfahrt von einem dieser Plätze fällt Ewald auf, das wir Luft vom rechten Vorderreifen verlieren. Unsere erste Panne. Sofort ist ein Mann bereit uns den Weg zur nächsten Reifenreparatur-Werkstätte zu weisen. Er fährt den notwendigen Kilometer auf der Deichsel mit. Das Problem, ein kleines Loch im Schlauch,  ist schnell behoben.
Kurz nach Anamur machen wir an einem kleinen Fischerhafen halt . Nur um mal Spazieren zu gehen, uns die Boote anschauen. Mehmet, ein Fischer spricht uns auf Englisch an, beim Tee erzählt er, das er eigentlich französisch Professor ist, vor einem Jahr aus Ankara hier her kam, um das Boot seines verstorbenen Bruders zu übernehmen und für dessen hinterbliebe Familie, die Witwe und die zwei Kinder zu sorgen. Er sieht kein Problem darin, das wir am Hafen nächtigen, so finden wir ein nettes Plätzchen direkt am Meer.
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