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2.- 5. April | Die große Überfahrt
Die erste gemeinsame Fahrt von Portonovo nach Ancona zum Hafen.
Ewald ist entsprechend nervös, die Straße führt
steil bergab. Atreju, Happy und ich befinden uns im Wohnwagen und
genießen die Fahrt. Es macht Spaß durch das Vorderfenster
hinaus zum Traktor zu schauen.
Die Menschen entlang der Strecke
lächeln und winken uns zu, einige Meter begleiten uns ein paar
Motorräder als Eskorte. Ewald schafft die engen Kurven in Ancona
ohne Probleme. Glücklich, aber viel zu früh erreichen wir die
Hafenanlage. Die Fähre legt erst um halb elf Uhr abends ab. Also
verbringen wir einen langen Tag am Gelände. Viele Mitreisende
bestaunen und fotografieren Fergy, wollen mehr über uns, und unser
Vorhaben wissen. Hier lernen wir auch die ersten Afghanen kennen.
Die Männer bringen Busse von Deutschland nach Afghanistan. Sofort
laden sie uns zu ihren Familien in Herat ein, geben uns die Adresse.
Endlich geht’s los, Happy wird in einem Zwinger an Bord verstaut.
Wiedererwarten geht sie freiwillig in den Käfig, froh einen
ruhigen Platz gefunden zu haben. Über unsere Aufbewahrung bin ich
weniger begeistert. Die Kabine ähnelt einer Gefängniszelle.
Neben dem Stockbett kaum ein Meter Platz, kein Fenster, dafür ein
Waschbecken und eine riesige Säule im engen Raum.
Die Dame an der Rezeption gibt uns die Kabine daneben, damit haben wir 30 Zentimeter
mehr, Platz fürs Gepäck, und Atreju kann auf dem Fell am
Boden schlafen. So geht’s, und ich erhole mich von dem Schock der
Unterbringung.
Bald schon wissen fast alle Passagiere und die Besatzung
über unser Vorhaben bescheid. So tratschen und diskutieren
wir über unsere Routenwahl die nächsten zwei Tage,
Atreju findet bald Spielkameraden und hat jede Menge Spaß.
Die Sattelitennavigation von zwei deutschen Motorradfahrern zeigt, das
sich unser Schiff fast in Fergygeschwindigkeit bewegt, Schnitt 28 km/h.
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